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Siliconharz
Siliconharze sind hochmolekulare, dreidimensional vernetzende Verbindungen. Ihre gerüstbildenden Elemente sind wie beim Quarz, Silicium und Sauerstoff. Abweichend von der Quarzstruktur ist bei Siliconharzen jedoch jedes vierte Sauerstoffatom durch eine organische Gruppe R ersetzt. Man spricht deshalb von einer organomodifizierten Quarzstruktur. Gemeinsam ist allen Siliconharzen, dass sie aus 30 bis 80 trifunktionellen Silicium-T-Einheiten aufgebaut sind. Ihr Molekulargewicht von 2000 bis 5000 ist im Vergleich zu organischen Harzen sehr niedrig und sie haben noch zwei bis vier Gewichtsprozent Alkohol gebunden. Chemisch gesehen werden Siliconharze zwischen rein anorganischen und rein organischen Stoffen eingeordnet.
Siliconharze werden bei der Polykondensation von Silanen erzeugt. Dabei entstehen zähflüssige und feste, in organischen Lösemitteln noch lösbare, polymere Siloxane, sogenannte Flüssig- und Festharze. Diese Siliconharze – nahezu ausschließlich Methylsiliconharze − werden als Bindemittel in Siliconharzfarben und Siliconharzputzen eingesetzt.
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Siliconfestharzschuppen und Siliconharzemulsion
Aus organischen Lösungen oder Emulsionen trocknen Methysiliconharze meist klebfrei auf, wobei die volle wasserabweisende Wirkung bereits ausgebildet ist. Die noch vorhandenen gebundenen Alkoholgruppen reagieren über Silanol-Bildung mit kondensationsfähigen Gruppen (meist OH-Gruppen) der Baustoffoberfläche (Chemisorption). Sie reagieren aber auch untereinander unter Molekülvergrößerung des Siliconharzes zum Siliconharznetzwerk .